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Vier von zehn Beschäftigten arbeiten auch daheim – Ausstattung des heimischen Büros wird nur selten vom Arbeitgeber gefördert

Okt 16, 2015 10:00 CET

Vier von zehn Beschäftigten arbeiten auch daheim – Ausstattung des heimischen Büros wird nur selten vom Arbeitgeber gefördert

Wiesbaden, 16. Oktober 2015 - Vier von zehn Beschäftigten im Bürobereich arbeiten zumindest gelegentlich von zuhause aus. 25 Prozent von ihnen haben dies schriftlich mit ihrem Arbeitgeber vereinbart und 29 Prozent mündlich. Bei der Ausstattung ihres heimischen Büros sind die Beschäftigten allerdings meist auf sich allein gestellt. Dies geht aus einer repräsentativen Befragung von 1000 Homeoffice-Nutzern des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des bso Verband Büro-, Sitz- und Objektmöbel e.V. hervor.

„Dass ein Arbeitgeber den Rückzug ins Homeoffice erlaubt, bedeutet nicht, dass er diesen auch aktiv unterstützt“, berichtet bso-Vorsitzender Hendrik Hund. Gerade einmal fünf Prozent der Homeworker bekämen von ihrem Chef einen Schreibtisch oder Stuhl zur Verfügung gestellt. Vier Prozent erhielten ein Budget, um sich selbst ausstatten zu können. Bemerkenswert ist, dass auch in der Gruppe derjenigen, die den heimischen Arbeitsplatz auf Basis einer schriftlichen Vereinbarung nutzen, nur jeder Fünfte auf die Hilfe seines Arbeitgebers zählen konnte.

Trotz mangelnder Unterstützung herrschen gute Arbeitsbedingungen

Dort wo die Unternehmen ihre Mitarbeiter bei der Ausstattung ihres häuslichen Arbeitsplatzes unterstützen, fließt das Geld zuallererst in die Anschaffung eines guten Bürostuhls. Während insgesamt 49 Prozent aller Befragten daheim einen Drehstuhl für dynamisches Sitzen haben, liegt der Anteil in den Homeoffices, die mit Hilfe des Arbeitgebers ausgestattet wurden, schon bei 64 Prozent.

Für die Anschaffung eines geeigneten Arbeitstisches erhalten die Beschäftigten deutlich weniger Unterstützung. Gleichwohl begnügen sich laut der Umfrage nur 22 Prozent aller Heimarbeiter mit einem Ess- oder Küchentisch an ihrem Arbeitsplatz. 52 Prozent sitzen zuhause an einem klassischen Schreibtisch und immerhin 21 Prozent nutzen einen Sitz-Steh-Tisch, also einen Tisch, dessen Arbeitshöhe sich während der Arbeit von der Sitz- auf die Stehposition verstellen lässt.

Die heimischen Arbeitsräume sind in den meisten Fällen abgetrennt. Immerhin 60 Prozent aller Befragten können auch die Tür hinter sich zumachen, wenn sie ihr Homeoffice betreten.

Homeworker legen Wert auf Funktionalität und Ergonomie

"Homework hat viele Gesichter", fasst Hendrik Hund die Ergebnisse zusammen. Aber wer häufiger oder mehrere Stunden am Stück zuhause arbeite, benötige dafür einen professionellen Arbeitsplatz. Insofern sei es “erfreulich, dass rund die Hälfte der Homeoffice-Nutzer in Eigeninitiative für ergonomische und funktionale Arbeitsplätze sorgt“. Gefordert seien jedoch auch die Arbeitgeber. „Zumindest die Unternehmen, die ihre Mitarbeiter aktiv zur Arbeit im Home-office motivieren, sollten sich auch ihrer Verantwortung für den häuslichen Arbeitsplatz bewusst werden.“

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Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse sind der zweite Teil einer dreiteiligen Umfrage zur Qualität der Büroarbeitsplätze in Deutschland. Die Teile 1 und 3 widmen sich dem Arbeitsplatz im Büro und den Räumlichkeiten für Kommunikation. Bereits im Jahr 2014 hatte Forsa im Auftrag des bso nach den Anteilen verschiedener Büroraumformen und der Verbreitung non-territorialen Arbeitens gefragt. Die Veröffentlichung der Gesamtstudie ist zum Jahreswechsel geplant. Sie können sich aber gerne auch jetzt schon für den Versand der diesjährigen bso-Studie vormerken lassen.

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