Mit dem neuen EDEKA-Campus in Minden bündelt die Regionalgesellschaft EDEKA Minden-Hannover erstmals zahlreiche zuvor über die Stadt verteilte Verwaltungsstandorte an einem Ort. Auf dem neu entwickelten Areal ist ein Verwaltungsneubau entstanden, der nicht nur räumliche Effizienz verfolgt, sondern vor allem eine neue Form der Zusammenarbeit ermöglichen soll.
Eine Magistrale als räumliches Rückgrat des Campus
Der Campus besteht aus fünf dreigeschossigen Gebäudeblöcken, die über eine rund 110 Meter lange Magistrale miteinander verbunden sind. Die ringförmigen Baukörper mit ihren Innenhöfen haben einen klar strukturierten Grundriss, während die Magistrale als zentrale Erschließungs- und Begegnungszone fungiert. Von hier aus lassen sich sämtliche Bereiche des Campus erreichen. Ein architektonisches Prinzip, das Orientierung schafft und gleichzeitig Begegnungen fördert. Die äußere Erscheinung des Gebäudekomplexes ist durch eine kompakte, dunkle Klinkerfassade geprägt, die durch horizontale Lichtbänder gegliedert wird. Im Inneren öffnet sich dagegen eine helle, großzügige Raumstruktur mit weiten Sichtachsen und einer zentralen Magistrale, die als verbindender Raum zwischen den einzelnen Gebäudeteilen fungiert.
BLICK IN DEN EDEKA-Campus:
Zukunftsfähige Arbeitsumgebungen
Mit dem neuen EDEKA-Campus setzt die Regionalgesellschaft Minden-Hannover ein deutliches Zeichen für moderne und zukunftsfähige Arbeitsumgebungen. Flexible Arbeitsplatzmodelle, offene Teamflächen und Aufenthaltszonen prägen die Arbeitsbereiche. Die Gestaltung unterstützt ein Arbeiten, das sich an unterschiedliche Tätigkeiten anpasst und zugleich den spontanen Austausch ermöglicht. Verschiedene Akustik- und Rückzugslösungen schaffen Orte für konzentrierte Aufgaben, während offene Bereiche Raum für Begegnung und Zusammenarbeit bieten. Ergänzt wird das Konzept durch energieeffiziente Bautechnik, Photovoltaik und moderne Gebäudetechnik. So verbindet der Campus zeitgemäße Architektur mit hohen ökologischen Standards.
Ein Campus für eine neue Arbeitsorganisation
Der Neubau entstand vor dem Hintergrund grundlegender Veränderungen in der Arbeitsorganisation. Während der frühen Planungsphase wurde deutlich, dass das Projekt nicht nur ein Bauvorhaben sein würde, sondern auch eine organisatorische Transformation begleiten musste. Themen wie Desksharing, hybride Arbeitsmodelle und flexible Arbeitsplatzstrukturen spielten daher von Beginn an eine zentrale Rolle. Ein besonderer Fokus lag darauf, die Angestellten frühzeitig in diesen Veränderungsprozess einzubeziehen. Der Campus sollte nicht nur neue Räume bereitstellen, sondern eine Arbeitsumgebung schaffen, die unterschiedliche Tätigkeiten unterstützt. Die Bürobereiche wurden deshalb als offene, flexibel nutzbare Arbeitslandschaften konzipiert. Ergänzt werden sie durch zahlreiche Sonderzonen, Rückzugsbereiche und Kommunikationszonen.
Architektur als verbindendes Element
Die Magistrale ist das räumliche Rückgrat des Campus. Sie dient als zentrale Verteilerzone und verbindet sämtliche Gebäudeteile miteinander. In der Planungsphase wurde sie häufig als „Marktplatz“ des Gebäudes beschrieben. Ein Ort, an dem Mitarbeitende zusammenkommen, sich orientieren und von dem aus alle Bereiche des Campus erreichbar sind. Gerade bei Gebäuden dieser Größenordnung spielt eine klare Wegeführung eine entscheidende Rolle. Die Magistrale erfüllt diese Funktion und ist zugleich ein kommunikatives Zentrum, das den gesamten Campus räumlich und organisatorisch zusammenhält.
Innenräume zwischen Fokus und Begegnung
Ein wesentlicher Bestandteil der Campusplanung war die Gestaltung der Innenräume. Neben den Arbeitsplätzen spielen Begegnungsorte eine zentrale Rolle, die das Zusammenkommen der Beschäftigten unterstützen: Besprechungsbereiche, offene Kommunikationszonen und Aufenthaltsbereiche sind über das Gebäude verteilt und ermöglichen unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit. Gleichzeitig sorgen akustisch differenzierte Bereiche und Rückzugsräume dafür, dass konzentriertes Arbeiten auch in offenen Strukturen möglich bleibt. Die Innenarchitektur folgt damit einem Prinzip, das in vielen zeitgenössischen Verwaltungsbauten verfolgt wird: Arbeitsumgebungen sollen unterschiedliche Tätigkeiten ermöglichen und sich an wechselnde Anforderungen im Arbeitsalltag anpassen.
Individuelle Möblierung für unterschiedliche Arbeitsbereiche
Die Einrichtung des EDEKA-Campus erfolgt mit einem umfangreichen Möbelmix, zu dem unter anderem Lösungen von SMV und GOWLD beitragen. Viele Elemente wurden speziell für dieses Projekt geplant, um architektonische Vorgaben und Nutzungsanforderungen umzusetzen. Die Möblierung folgt dem Prinzip, unterschiedliche Arbeits- und Aufenthaltsqualitäten miteinander zu verbinden. In den offen gestalteten Arbeitsbereichen schaffen ergonomische Arbeitsplätze und modulare Möbellösungen Voraussetzungen für tätigkeitsbasiertes Arbeiten. Besprechungs- und Begegnungszonen sind mit robusten Polstermöbeln ausgestattet, die sowohl Komfort als auch Langlebigkeit bieten. Ergänzt wird das Konzept durch abgestimmte Farb- und Materiallösungen, die die großzügige Innenarchitektur des Campus aufnehmen und eine ruhige, konsistente Raumwirkung erzeugen.
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Betriebsrestaurant als sozialer Treffpunkt
Ein zentraler Ort des Campus ist das Betriebsrestaurant „Grüner Wenzel“. Der Name verweist auf den historischen Gründungsort der EDEKA Minden eG und knüpft damit bewusst an die regionale Geschichte des Unternehmens an. Mit mehreren Hundert Sitzplätzen, offenen Bereichen und einer großzügigen Terrasse dient das Restaurant als sozialer Treffpunkt für die Mitarbeitenden. Neben der klassischen Mittagspause bietet der Raum auch Möglichkeiten für informelle Begegnungen während des Arbeitstags. Solche gemeinschaftlichen Orte spielen eine wichtige Rolle für das soziale Gefüge großer Organisationen. Gerade in hybriden Arbeitsmodellen gewinnen sie zusätzlich an Bedeutung, da sie persönliche Begegnungen fördern.
Ein Campus für Begegnung und Zusammenarbeit
Mit dem neuen Campus entstand in Minden ein Arbeitsort, der architektonische Klarheit mit organisatorischer Transformation verbindet. Die Zusammenführung zuvor verteilter Standorte schafft neue Möglichkeiten für Austausch, Zusammenarbeit und gemeinsames Arbeiten. Besonders sichtbar wird dies in der Magistrale. Hier treffen künftig täglich Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Bereichen aufeinander. Ein Zielbild, das bereits während der Planungsphase formuliert wurde.