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Möbel

Büroarbeits-
stühle

Expertenwissen

Qualitätskriterien für Büroarbeitsstühle


Sitz-, Rückenlehnen- und Armlehnenhöhe müssen an die eigenen Körpermaße anpassbar sein.
Sitz-, Rückenlehnen- und Armlehnenhöhe müssen an die eigenen Körpermaße anpassbar sein.
Die Rückenlehne muss hoch genug sein, um den Rücken in jeder Sitzposition ausreichend abstützten zu können.
Die Rückenlehne muss hoch genug sein, um den Rücken in jeder Sitzposition ausreichend abstützten zu können.
Dynamisches Sitzen entlastet das Muskel-Skelett-System und fördert die Durchblutung.
Dynamisches Sitzen entlastet das Muskel-Skelett-System und fördert die Durchblutung.

Grundlagen für gutes Sitzen:

  1. Der Drehstuhl hat ein GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit.
    Das GS-Zeichen garantiert unter anderem die Standsicherheit, Festigkeit und Dauerhaltbarkeit des Stuhls. GS-geprüfte Produkte entsprechen den gültigen Normen.
  2. Die Sitzfläche ist in der Höhe verstellbar.
    Durch die Einstellung der richtigen Sitzhöhe werden mögliche Blutstauungen im Beinbereich verhindert. Sie ist Basis für eine entspannte Sitzhaltung.
  3. Die Sitzfläche ist tiefengefedert.
    Beim Hinsetzen federt der Sitz leicht nach. Das verhindert Stauchungen der Wirbelsäule.
  4. Die Rückenlehne ist ausreichend hoch.
    Für eine ausreichende Abstützung des gesamten Körpers sollte die Rückenlehne zumindest bis zu den Schulterblättern reichen.
  5. Die Rückenlehne verfügt über eine deutlich spürbare Lumbalstütze.
    Die Vorwölbung der Rückenlehne im Lendenbereich unterstützt den Rücken insbesondere in der aufrechten Sitzhaltung. Die Lumbalstütze sollte deutlich spürbar sein, darf beim Zurücklehnen aber keinen Druck auf die Wirbelsäule ausüben.
  6. Die gesamte Rückenlehne oder die Lumbalstütze sind höhenverstellbar.
    Eine gute Unterstützung des Rückens wird nur erreicht, wenn die Lumbalstütze auf die individuell richtige Höhe eingestellt werden kann.
  7. Der Bürostuhl ermöglicht dynamisches Sitzen.
    Typischerweise wird dafür eine Synchronmechanik eingesetzt. Beim Zurücklehnen neigt sich die Rückenlehne nach hinten. Zeitgleich neigt sich auch die Sitzfläche. Der Bürostuhl folgt der natürlichen Bewegung des Körpers.
  8. Der Drehstuhl ist mit höhenverstellbaren Armlehnen ausgestattet.
    Armlehnen entlasten den Schulterbereich und beugen Verspannungen vor. Sie sind außerdem eine gute Hilfe für rückenschonendes Hinsetzen und Aufstehen.
  9. Die Armlehnen bzw. die Armauflagen sind entweder in der Breite einstellbar oder schwenkbar.
    Damit ist sichergestellt, dass jeder Nutzer die Armlehnen gut nutzen kann und nicht beengt wird.
  10. Das Fußkreuz ist mit zum Bodenbelag passenden Rollen ausgestattet.
    Harte Rollen mit einfarbiger Seitenfläche dürfen nur für Teppichböden und andere weiche Bodenbeläge eingesetzt werden. Weiche Rollen für Holz und Steinböden und andere Arten harter Böden sind an ihrer zweifarbigen Seitenfläche zu erkennen.

Auch darauf sollten Sie achten:

  1. Großer Öffnungswinkel beim Zurücklehnen
    ​Rückenlehnen, die sich nur um wenige Grade neigen lassen, bringen kaum Entlastung für die Wirbelsäule. Die Rückenlehne sollte sich mindestens um 30 Grad nach hinten neigen lassen.
  2. Kein „Hemdauszieheffekt”
    Beim Zurücklehnen muss sich die Rückenlehne punktgenau mit dem Rücken des Nutzers bewegen. „Schiebt” die Rückenlehne während der Bewegung nach oben, verschiebt sich damit auch die Höhe der Lumbalstütze. Dies kann zu unangenehmem Druck und zum Hemdauszieheffekt führen.
  3. Kein Anheben der Sitzvorderkante
    Wenn sich beim Zurücklehnen die Sitzvorderkante spürbar anhebt, entsteht Druck an der Unterseite der Oberschenkel. Eine schlechtere Durchblutung ist die Folge.
  4. Gewichtsanpassung
    Der Gegendruck der Rückenlehne muss sich an das Körpergewicht des Nutzers anpassen lassen. Das Zurücklehnen muss ohne Kraftaufwand möglich sein. Gleichzeitig sollte die Rückenlehne das Aufrichten des Nutzers durch leichten Druck unterstützen. Die Einstellung muss in Sitzhaltung möglich sein; ideal sind Einstellelemente, die in aufrechter Sitzhaltung zu bedienen sind.

Für noch mehr Bewegung im Sitzen:

  • 3D-Effekt
    Bürostühle der jüngsten Generation kombinieren dynamisches Sitzen mit seitlicher Beweglichkeit von Sitz und/oder Rückenlehne.
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Vor allem im anglo-amerikanischen Raum werden Arbeitsplätze gelegentlich mit einer Kombination aus (nicht-höhenverstellbaren) Stehtischen und Counterstühlen ausgestattet. Davon raten die deutschen Berufsgenossenschaften dringend ab. So ist zwar auch ein Wechsel zwischen Sitzen und Stehen möglich, insgesamt wird der Bewegungsspielraum aber deutlich eingeschränkt. Ähnliches gilt für Sitzbälle, Hocker oder Kniestühle.