Akustik

Indikatoren

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Beurteilung von Arbeitsplätzen

Eine Arbeitsgruppe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) stellte im Jahr 2003 eine Liste mit drei Indikatoren für die Beurteilung der akustischen Qualität von Büroarbeitsplätzen zusammen. Diese haben nach wie vor Gültigkeit.


  • Kriterium 1: Der von einer einzelnen, identifizierbaren Schallquelle verursachte anteilige Schallpegel sollte den von allen übrigen Quellen zusammen verursachten Schallpegel um nicht mehr als 4 dB(A) übersteigen. Andernfalls ist der Arbeitsplatz schalltechnisch als ungünstig einzustufen.
  • Kriterium 2: Gespräche aus anderen Arbeitsbereichen und von außen sollen nicht verstanden werden können. Dies bedeutet, dass in Kleinbüros der anteilige Pegel der von außen eindringenden Sprechgeräusche um mindestens 5 dB(A), in Mehrpersonenbüros um mindestens 3 dB(A) unter dem vorhandenen Grundpegel liegen soll. Andernfalls ist der Arbeitsplatz in schalltechnischer Hinsicht als ungünstig einzustufen.
  • Kriterium 3: Der von allen Quellen zusammen verursachte Schallpegel soll, wenn die betreffende Person nicht tätig ist, so niedrig wie möglich sein. Das Ergebnis dieser Beurteilung lässt sich aus der nachfolgenden Tabelle ablesen.

Die drei genannten Anforderungen sind auf alle Bildschirmarbeitsplätze in Büros anwendbar. Sie gelten für Großraumbüros, Mehrpersonenbüros, Einzelbüros und Kombibüros. Führen die Kriterien 1 bis 3 zu einer unterschiedlichen Einschätzung, so gilt die ungünstigere als maßgebend für die Beurteilung des Arbeitsplatzes.


Quelle: W. Probst, Beurteilung und Minderung des Lärms an Bildschirmarbeitsplätzen im Büro und in der Produktion, Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse Nr. 124 Bildschirmarbeit – Lärmminderung in Mehrpersonenbüros; Herausgeber: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Dortmund 2003