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Licht

Lichtplanung

Expertenwissen


Grundregeln der Arbeitsplatzbeleuchtung

Die Arbeit am Bildschirm stellt hohe Anforderungen an die Augen. Ein paar Regeln helfen, Büroarbeitsplätze gut zu gestalten.


Beleuchtungsstärke

Eine wichtige Kenngröße bei der Beleuchtungsplanung ist die Beleuchtungsstärke gemessen in Lux (lx). Dabei gilt: Je schwieriger die Sehaufgabe, desto höher muss die Beleuchtungsstärke sein. Die folgenden Richtwerte sollten Sie mindestens einhalten:

Die Messung erfolgt jeweils in einer Höhe von 0,75 m über dem Boden. Zu beachten ist, dass das Beleuchtungsniveau durch Alterung und Verschmutzung der Lampen sinkt. Damit kann abhängig vom Wartungsfaktor die Installation höherer Beleuchtungsstärken notwendig sein. Höhere Beleuchtungsstärken sind auch dann sinnvoll, wenn die Arbeitsaufgabe besonders hohe Anforderungen an das Sehen stellt.


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Die oben genannten Beleuchtungsstärken sind Mindestangaben. Gerade für ältere Beschäftigte können höhere Beleuchtungsstärken sinnvoll sein. Hier sollten Sie zumindest eine Arbeitsplatzleuchte anbieten. Eine regulierbare Gesamtbeleuchtung ist zu empfehlen.


Horizontale Beleuchtungsstärken

 

Bildquelle: IBA-/buero-forum-Fachschrift Nr. 12 <i>Licht</i>
Bildquelle: IBA-/buero-forum-Fachschrift Nr. 12 Licht Lupe_grau

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Gleichmäßig hohe Beleuchtungsstärken im gesamten Raum werden erfahrungsgemäß als unangenehm empfunden. Außerdem wird so unnötig viel Energie verbraucht. ​


Leuchtdichte

Die Beleuchtungsstärke alleine reicht jedoch noch nicht aus, um eine Aussage über die Lichtwirkung zu machen. Die tatsächlich wahrgenommene Helligkeit hängt jedoch in starkem Maße von der Reflexion des Lichts durch die Oberflächen des Arbeitsplatzes und dessen Umfeld ab. Bei gleicher Beleuchtungsstärke ist der Helligkeitseindruck über einer weißen Fläche deutlich höher als über einer grauen Fläche. Dieser Effekt geht in das Maß der Leuchtdichte, gemessen in Candela/Quadratmenter (cd/m2), ein.

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Zusammenhang zwischen Beleuchtungsstärke und Leuchtdichte

Bildquelle: IBA-/buero-forum-Fachschrift Nr. 12 <i>Licht</i>
Bildquelle: IBA-/buero-forum-Fachschrift Nr. 12 Licht Lupe_grau

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Helle Umgebungsflächen lassen Räume heller wirken. Die Flächen am Arbeitsplatz sollten jedoch nicht zu hell sein und vor allem nicht glänzen. Beides kann zu Reflexblendungen führen.


Leuchtdichteverhältnis

Am Arbeitsplatz und im Umfeld ist zudem für ein ausgewogenes Leuchtdichteverhältnis aller Flächen zu sorgen. Folgende Kontrastverhältnisse werden empfohlen:

  • Für das direkte Gesichtsfeld (Mittelfeld) sollte ein Verhältnis von 3:1 eingehalten werden.
  • Für das weitere Gesichtsfeld (Umfeld) sollte ein Verhältnis 10:1 nicht überschritten werden.

Hinweis: Die DIN 5035-7 lässt Leuchtdichteverhältnisse für das weitere Gesichtsfeld jenseits von 10:1 zu. Diese führen jedoch zu einer erhöhten mentalen Belastung.