01.12.2021
visual page bild

THEMA HYBRIDES ARBEITEN

Arbeitsmodell der Zukunft

Die Arbeitswelt wird künftig individueller auf die Mitarbeiter zugeschnitten sein. Arbeitsabläufe und Arbeitsplätze werden flexibler. Digitalisierung und technischer Fortschritt bringen neue Standards und Erwartungen. Die Dimension des Doppel-Wirklich, ein Begriff, der in den 1970er Jahren vom bekannten Philosophen und Begründer der New-Work-Bewegung, Frithjof Bergmann, geprägt wurde, führt zu mehr Selbstbestimmung und Teilhabe bei der Arbeit.

In Zeiten von hybridem Arbeiten rücken im Büro vor allem das gemeinschaftliche Tun und der Austausch mit anderen in den Vordergrund. Büro und Homeoffice werden nicht nur nebeneinander existieren, sondern Teil eines breiter gefächerten Angebots an Arbeitsstätten sein, das auch externe Orte einschließt. Dabei werden die Mitarbeiter zunehmend das Recht einfordern, selbstbestimmt über ihren Arbeitsort zu entscheiden.

Mindestens vier gute Gründe sprechen für hybrides Arbeiten.
Mindestens vier gute Gründe sprechen für hybrides Arbeiten.

Die Corona-Pandemie hat eine richtige Zeitenwende in der Arbeitswelt gebracht. Haben früher viele Mitarbeiter ausschließlich direkt im Büro gearbeitet und war flexibleres Arbeiten weder gewünscht noch möglich, so sind Arbeitsmodelle heutzutage viel flexibler geworden. Dies hat Homeoffice und Wechselmodelle wie hybrides Arbeiten zur neuen Realität werden lassen. Es gibt viele gute Gründe, die dafür sprechen, dass hybrides Arbeiten das Arbeitsmodell der Zukunft ist. Mehr Flexibilität und Selbstbestimmung sind nur ein Argument.

War es früher ein Ort, an dem wir gearbeitet haben, werden es künftig vier oder fünf sein.
War es früher ein Ort, an dem wir gearbeitet haben, werden es künftig vier oder fünf sein.

Laut Thomas Faltin, Organisationsexperte und Senior Expert bei der Unternehmensberatung Korn Ferry, brauchen Menschen ganz unterschiedliche Arbeitsumgebungen, um produktiv zu sein – die einen arbeiten gern unter Menschen, die anderen eher isoliert. Es gilt für Unternehmen darum, intensiv zu prüfen, in welchem Kontext der Einzelne sein ganzes Potenzial entfalten kann. Hybrides Arbeiten heißt das Zauberwort, das deshalb, so die Expertenschätzungen, die Mehrzahl der Betriebe nach Ende der Pandemie ins Auge fassen wollen. Hier kommt auch die Theorie der Third Places von Ray Oldenburg ins Spiel, das die Orte beschreibt, an denen Menschen, neben ihrer Familie und ihrem direkten Arbeitsplatz Zeit verbringen; mittlerweile kann man sogar von zwei weiteren Orten, den Fourth und den Fifth Places, sprechen.

Smarte Technologie und Räume sind Voraussetzung für ein gutes Gelingen.
Smarte Technologie und Räume sind Voraussetzung für ein gutes Gelingen.

Wir möchten Ihnen im heutigen Newsletter einen Einblick in dieses spannende Thema geben und es von unterschiedlichen Seiten beleuchten. Nicht nur das Büro muss attraktiver werden. Alternative Arbeitsorte müssen geschaffen werden, smarte Technologien dürfen hybrides Arbeiten unterstützen und die Einrichtungen in den Büros haben die Aufgabe, sich den neuen Anforderungen anzupassen. Es sind viele kleine Rädchen, die ineinandergreifen, um das Arbeitsmodell der Zukunft tragfähig zu machen.


Zur weiteren Vertiefung des Themas empfehlen wir Ihnen das IBA Forum mit dem Schwerpunkt „Hybrides Arbeiten” am 27. Januar 2022.
Die Teilnahme an der virtuellen Veranstaltung ist kostenlos.