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Industrieverband Büro und Arbeitswelt stellt Weichen für die kommenden Jahre

Sep 27, 2021 00:00 CET

Industrieverband Büro und Arbeitswelt stellt Weichen für die kommenden Jahre

IBA-Mitglieder wählen neuen Vorstand / Helmut Link löst Hendrik Hund im Amt des Vorsitzenden ab / Weichenstellung für die Verbandspolitik der kommenden Jahre / Ausblick auf ORGATEC 2022

Wiesbaden, 27. September 2021 – Mit einem richtungsweisenden Programm fand am 24. September 2021 die diesjährige Herbstversammlung des Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA) in Meßstetten-Tieringen statt. Eingeladen hatte die Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG. Themen waren die Digitalprojekte des Verbands und die Vorbereitung der ORGATEC 2022. Zunächst stand jedoch die turnusgemäße Neuwahl des IBA-Vorstands auf der Agenda. Weil Hendrik Hund (Hund Möbelwerke) nach fast 20 Jahren nicht mehr für den Vorsitz des Gremiums kandidierte, musste auch die Spitze der Branchenvertretung neu besetzt werden. Einstimmig zum Nachfolger gewählt wurde sein bisheriger Stellvertreter Helmut Link (Interstuhl).

Rückblick auf eine Zeit permanenter Veränderung
„Nach so vielen Jahren an der Spitze des Vorstands wird es Zeit für Veränderungen“, erklärte Hendrik Hund seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur für den Vorsitz des Branchenverbands. In seine Amtszeit, die 2002 begann, fielen mit den Krisen der 2000er-Jahre und der Corona-Pandemie auch schwierige Zeiten. Trotzdem gelang es ihm und seinen Vorstandskollegen immer wieder, die gemeinsame Verbandsarbeit und damit die Branche zu stärken. Unter Führung Hendrik Hunds wurden das Aktions- und Themenspektrum des Verbands erweitert und der Wandel der ORGATEC von einer Produkt- zur Themenmesse vorangetrieben. Im Jahr 2006 wurde mit der Einführung der Quality Office-Zertifizierungen ein Zeichen für Qualität gesetzt. 2018 folgte mit dem FEMB-Nachhaltigkeitsstandard und dem europäischen LEVEL-Zertifizierung ein klares Bekenntnis der Branche zu den Grundsätzen nachhaltigen Handelns. Mit den New Work Order-Studien und dem Blick auf den Arbeitsplatz als Faktor der Arbeitgeberattraktivität kamen neue Themen hinzu, was schließlich im Jahr 2016 zur Umbenennung der Branchenvertretung von Verband Büro-, Sitz- und Objektmöbel in Industrieverband Büro und Arbeitswelt resultierte. Seither konzentrierten sich die IBA-Vorstände auf Digitalisierungsthemen.
Mit Blick auf den Verbandsvorsitz Hendrik Hunds schließt sich damit ein Kreis. Bereits in den 1990er-Jahren, als er noch den verbandsinternen EDV-Ausschusses leitete, ging es darum, technische Lösungen für gemeinsame Aufgaben zu entwickeln. Das Ergebnis war der heute noch richtungsweisende Datenstandard OFML (Office Furniture Modelling Language).

Neuwahl des Vorstands und des Ehrenvorsitzenden des IBA
Einstimmig zum Vorsitzenden des IBA gewählt wurde Helmut Link (Interstuhl). Mit den Worten „Ich bin stolz, gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen die Erfolgsgeschichte des Verbandes weiterschreiben zu dürfen und verspreche, mich tatkräftig, besonnen und klug für die Weiterentwicklung des IBA einzusetzen“ dankte er für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Zu seinen Stellvertretern wurden Philipp Müller (VS) und Hendrik Hund benannt, der so die Verbandsarbeit auch in Zukunft aktiv unterstützen wird.
Dirk Aßmann (Assmann) und Dr. Jochen Ihring (Dauphin) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neu gewählt wurden Dr. Roman Ehrhardt (Vitra), Anton Flechtner (Vario), Hartmut Hagemann (König + Neurath), Maik Hänel (Haworth), Daniel Kittner (Sedus) und Thomas Schmeer (Viasit). Auch ihre Wahl erfolgte einstimmig ohne Gegenstimmen und Enthaltungen. Die Amtszeit beträgt satzungsgemäß zwei Jahre.

Im Anschluss an die Vorstandswahlen dankte Helmut Link noch einmal seinem Vorgänger im Amt und überreichte ihm in Würdigung seiner Verdienste um das Wohl der Branche die Ernennungsurkunde zum Ehrenvorsitzenden des IBA.

Neue Aufgaben und eine neue Plattform
Im Zentrum des zweiten Teils der Mitgliederversammlung standen die Projekte, welche die IBA-Mitlieder unter Führung der neu gewählten Vorstände angehen wollen. Lag die Herausforderung in früheren Jahren noch darin, Büroeinrichtungen im Bewusstsein der Entscheider zu verankern, sind die Wahl und die Gestaltung der Arbeitsplätze durch Corona und den vielfachen Umzug ins Homeoffice in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit getreten. „Nun gilt es, die Sichtbarkeit des Verbandes und seinen Einfluss auf internationaler Ebene zu vergrößern“, betonte Helmut Link. Dafür arbeiten der IBA und seine Mitglieder seit geraumer Zeit an einer gemeinsamen Kompetenzplattform. Diese wird das derzeitige Angebot des IBA Forums professionalisieren und durch zusätzliche Angebote erweitern. Für den Erfolg werden Beiträge der Geschäftsstelle sowie Showrooms und andere Angebote der IBA-Mitglieder zu einem Gesamtpakt verwoben. Starten soll die neue Plattform im kommenden Frühsommer.
Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für die ORGATEC 2022. Für die Koelnmesse präsentierten Matthias Pollmann (Vice President Trade Fair Management) und Thomas Postert (Director ORGATEC) den Stand der Planungen für das nach wie vor wichtigste Branchenevent. Dabei sprachen sie praktische Fragen wie die automatisierte Zugangskontrolle mittels einer eigens von der Koelnmesse entwickelten App an und gaben Einblicke in die Planung des Rahmenprogramms sowie in die Möglichkeiten, die Vor-Ort-Aktivitäten der Aussteller durch digitale Präsenzen zu verlängern.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung nutzten die Verbandsmitglieder die Möglichkeit, Produktion und Ausstellungsräume der Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG zu besichtigen. Dass das Verbandstreffen am Firmensitz des neu gewählten Verbandsvorsitzenden stattfand, war indes ein, wenn auch schöner, Zufall. Das IBA-Mitgliedsunternehmen Interstuhl hatte bereits im Jahr 2020 zur Besichtigung ihrer Räumlichkeiten in Meßstetten-Tieringen und einer Vorabendveranstaltung in dem von den Architekten Werner Sobek und Helmut Jahn geplanten und realisierten TK-Elevator-Testturm in Rottweil eingeladen. Aufgrund der seinerzeit herrschenden Corona-Situation musste die Einladung aber verschoben werden. Nun war das Treffen dank Schutzimpfungen und ergänzender Tests doch möglich geworden.

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