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Tipps zur Arbeitsplatzgestaltung

Schon fünfmal an einem langen Nachmittag kurz aufstehen und ein paar Meter zum nächsten Schrank gehen kann den Kreislauf wieder in Schwung bringen. Doch der Komfort moderner Büros verleitet zum Sitzenbleiben bei der Arbeit. Nachfolgend finden Sie einige grundlegende Tipps zur Gestaltung von Arbeitsplätzen.


Für Bewegung sorgen

Oft genügen schon einfache Maßnahmen, um für mehr Bewegung zu sorgen.

Mithilfe der Einrichtungsplanung

  • Drucker außerhalb des unmittelbaren Greifraumes anordnen.
  • Ordner und andere Unterlagen nicht direkt am Arbeitsplatz platzieren.
  • In Arbeitsplatznähe gezielt Möglichkeiten zur informellen Kommunikation schaffen.
  • Am Arbeitsplatz Voraussetzungen für die Arbeit im Stehen schaffen.
  • Arbeitsplätze mit Synchrondrehstühlen für dynamisches Sitzen ausstatten.

Durch gezielte Nutzung

  • Wenn möglich, im Stehen telefonieren.
  • Zum internen Gedankenaustausch öfter das persönliche Gespräch suchen, zum Arbeitsplatz des Kollegen gehen oder ein paar Worte im Stehen oder Vorübergehen wechseln.
  • Arbeiten soweit möglich im Stehen erledigen – zum Beispiel das Sortieren von Unterlagen oder das Notieren erster kreativer Ansätze.

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Eine Veränderung der Einrichtung führt nicht automatisch zu einer intensiven Nutzung aller Möglichkeiten. An die Integration von mehr Bewegung in den Arbeitsalltag muss man sich gewöhnen. Eine Möglichkeit, sich und andere daran zu erinnern, ist eine spezielle Software, die beispielsweise zum Aufstehen ermuntert. Viele Unternehmen bilden auch einzelne Mitarbeiter zu Ergonomieexperten aus, die darauf achten, dass Besprechungen auch mal im Stehen stattfinden und die Arbeitsplätze an die Bedürfnisse der Benutzer angepasst sind.


Die richtige Einstellung des Arbeitsplatzes

Ausgangspunkt zur Einstellung des Arbeitsplatzes 

für die Arbeit im Sitzen: die rechten Winkel zwischen Ober- und Unterarm und zwischen Ober- und Unterschenkel
für die Arbeit im Sitzen: die rechten Winkel zwischen Ober- und Unterarm und zwischen Ober- und Unterschenkel Lupe_grau
für die Arbeit im Stehen: der rechte Winkel zwischen Ober- und Unterarm
für die Arbeit im Stehen: der rechte Winkel zwischen Ober- und Unterarm Lupe_grau

1. Schritt: Einstellung des Bürostuhls

  • Sitzhöhe so einstellen, dass Ober- und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden.
  • Rückenlehne so einstellen, dass der untere Rückenbereich (Lumbalzone) beim aufrechten Sitzen optimal unterstützt wird.
  • Soweit möglich, Sitztiefe und Sitzneigung einstellen. Bei der Einstellung der Sitztiefe sollte darauf geachtet werden, dass zwischen der Kniekehle und der Vorderkante des Sitzes mindestens eine knappe Handbreite frei bleibt.
  • Höhe und soweit möglich den Abstand der Armlehnen einstellen. Bei lockerer Schulterhaltung muss ein leichtes Abstützen der Ellbogenpartie möglich sein. Dabei bilden Ober- und Unterarm in etwa einen rechten Winkel.
  • Soweit vorhanden, Höhe und gegebenenfalls Neigung der Nackenstütze so einstellen, dass der Kopf beim Zurücklehnen optimal abgestützt wird.
  • Den Gegendruck der Synchronmechanik auf das Körpergewicht einstellen.

2. Schritt: Einstellung des Arbeitstisches und des Bildschirms

  • Zunächst die Tastatur auf der Arbeitsfläche platzieren. Sie sollte in etwa in einem Abstand von 10 bis 15 cm von der Tischvorderkante stehen. Manche Tastaturen verfügen über die Möglichkeit, diese leicht schräg zu stellen. Die Neigung sollte 8° keinesfalls überschreiten.
  • Die Höhe des Arbeitstisches so einstellen, dass bei der Eingabe über die Tastatur Ober- und Unterarm weiterhin einen rechten Winkel bilden. Unterarm und Handrücken sollen dabei eine gerade Linie bilden.
  • Bildschirm so platzieren, dass der Sehabstand zwischen Auge und Bildschirm mindestens 50 cm beträgt. Abhängig von der Arbeitsaufabe und der Bildschirmdarstellung können größere Abstände erforderlich sein. Bei der Platzierung des Bildschirms ist aus Sicherheitsgründen darauf zu achten, dass kein Teil des Bildschirms über die hintere Kante der Arbeitsplatte hinausragt.
  • Bildschirm um maximal 35° nach hinten neigen.
  • Höhe des Bildschirms so einstellen, dass die oberste Zeichenzeile maximal auf Augenhöhe liegt. Eine niedrigere Einstellung ist i. d. R. günstiger. Dies gilt insbesondere für Träger von Gleitsichtbrillen.

3. Schritt: Überprüfung der Sehbedingungen

Prüfen Sie abschließend noch einmal, dass es beim Arbeiten am Bildschirm nicht zu Blendungen durch Beleuchtung oder Tageslicht kommen kann und der Bildschirm frei von Lichteinstrahlungen und Reflexen ist. Nähere Informationen dazu finden Sie im Kapitel Licht unter Blendung.


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Sollte ein Arbeitstisch nicht höheneinstellbar sein, beginnt man die Einstellung des Arbeitsplatzes mit Schritt 2. Die Höhe des Arbeitsstuhls wird dann an die Höhe des Arbeitstisches angepasst. Ausgangsmaß und feste Größe ist der rechte Winkel zwischen Ober- und Unterarm. Sollte die optimale Höhe des Arbeitsstuhls daraufhin zu hoch sein, um beide Füße bequem auf den Boden stellen zu können, muss eine Fußstütze zur Verfügung gestellt werden.