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New Work Order

Drei Generationen im Büro

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Der Generationen-Unterschied. Eine Hürde, die es zu meistern gilt

In den meisten Unternehmen sind heute drei oder schon vier Arbeitnehmergenerationen beschäftigt. Bei der Zusammenarbeit kommt es immer wieder zu Problemen. Nicht nur die Art zu kommunizieren, auch die unterschiedlichen Einstellungen zur Arbeit bergen Konfliktpotenzial.

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der Digital Natives sind der Meinung, dass starke Unterschiede zwischen den Generationen bestehen – insbesondere bei der Arbeitsweise.

Quelle: Life Course 2012, Why Generations Matter, n = 4.986 (USA), 2011


Erwartungen und Wünsche

Zugegeben, Generationenanalysen haben immer etwas Schablonenhaftes. Sie verallgemeinern und verzerren. Jeder empfindet Entwicklungen als unterschiedlich schnell und intensiv. Und doch lassen sich Werthaltungen gut an Generationen ablesen, weil vor allem die schnellen technologischen Entwicklungen zu neuen Empfindungen und Verhaltensmustern führen:

  • Die Generation Y will selbstbestimmter arbeiten.
  • Die Generation X will keine weiteren Veränderungen.
  • Die Baby Boomer freuen sich auf die Rente.

Und die Generation Z? Wir werden sehen.


Baby Boomer

Bis 1964 Geborene

Ähnlich wie die Digital Natives, die heute rigide Hierarchien, bürokratische Prozesse und intransparente Kommunikation ablehnen, haben die Baby Boomer in den 1968er-Jahren die Konventionen der Gesellschaft ihrer Zeit verurteilt. Mit ihren Vorstellung von einer mündigen Gesellschaft haben sie diese verändert. Nur an den Unternehmensmauern sind ihre Ideen gescheitert. Hier mussten die Baby Boomer weiterhin starre Strukturen akzeptieren und haben diese oftmals sogar selbst zementiert.

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der älteren Mitarbeiter freuen sich auf ihren Abschied aus dem Berufsleben.

Quelle: IBA-/bso-Studie 2013/14


Generation X

Zwischen 1965 und 1978 Geborene

Die Arbeitswirklichkeit der mittleren Generation war über lange Strecken durch Anpassung geprägt. Für manchen ist nun aber die Grenze erreicht. Die Kombination aus beruflicher Belastung (mehr Aufgaben, zusätzliche Projekte, ständige Veränderungen) und privaten Anforderungen (noch nicht selbstständige Kinder und häufig bereits unterstützungsbedürftige Eltern) überfordern viele Vertreter dieser Generation. Veränderungen werden somit verständlicherweise als Belastungen empfunden.

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der Personalentwickler bescheinigen der Generation X deutlich gestiegene Belastungen.

Quelle: IBA-/bso-Studie 2013/14


Generation Y

1979 oder später Geborene

Viele Vertreter der Generation Y lehnen den pflichtbewussten Arbeitseifer ihrer Vorgängergeneration bewusst ab. Steht er doch für das fremdgesteuerte Lebenskonzept ihrer Eltern, in dem die Arbeit immer Vorrang vor dem Familienleben hatte. Für die Vertreter der Generation Y gilt: Arbeit soll Spaß machen. Dabei suchen sie vor allem nach Sinn. Sie wünschen sich bei jedem Projekt eine persönliche Weiterentwicklung. Sie erwarten Informationstransparenz. Von Führungskräften erhoffen sie sich Unterstützung und konstruktive Rückmeldungen. Ihre Wertschätzung genießen diejenigen, die ihr Wissen großzügig in gemeinsame Projekte einbringen.

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der unter 30-Jährigen wünschen sich ein Mentoring-Programm.

Quelle: Life Course 2012, Why Generations Matter, n = 4.986 (USA), 2011


Generation Z

Nach 1995 Geborene

Die Generation Z betritt erst langsam die Bühne der Arbeitswelt. Ihre Vertreter werden sich ausprobieren und ihre eigenen Werte definieren. Erste Studien weisen darauf hin, dass ihnen unbefristete Arbeitsverträge und die Abgrenzung zwischen Arbeits- und Privatleben wichtig sein werden. Work-Life-Blending, also die räumliche und zeitliche Kombination von Arbeits- und Privatleben, die viele Vertreter der Generation Y pflegen, halten sie dagegen für einen sicheren Weg zur Selbstausbeutung. Dennoch erwarten wohl auch die Vertreter der jüngsten Arbeitnehmergeneration flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, gelegentlich zu Hause arbeiten zu können.


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Was die Generationen Y und Z verbindet, ist ihre Bereitschaft, gute Gelegenheiten zu ergreifen und dafür auch den Arbeitgeber zu wechseln. Ihre Solidarität gilt eher Menschen, die gemeinsame Werte teilen, als Institutionen oder Unternehmen. Dennoch ist Arbeit (auch) beiden jungen Generationen wichtig. Die Mehrzahl würde auch dann arbeiten, wenn dies finanziell nicht notwendig wäre.

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Tatsächlich ist der Beruf den jungen Menschen sogar wichtiger als den alten.

Quelle: Prof. Jutta Allemdinger, Ph. D., Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) im Gespräch mit Andreas Lebert und Wolfgang Uchatius, Die Zeit, zu Vermächtnisstudie von Die Zeit, infas und WZB, 2016


Menschen vernetzen

Es ist nachvollziehbar, dass die unterscheidlichen Erwartungshaltungen zu Problemen in der Zusammenarbeit der Generationen führen können. Verstärkt werden diese durch Präferenzen für unterschiedliche Kommunikationskanäle. Um gegenseitiges Verständnis zu wecken, ist es wichtig, die unterschiedlichen Sicht- und Arbeitsweisen im Unternehmen zusammenzuführen. Die Empfehlungen hierzu reichen von der Etablierung gemischtaltriger Projektteams bis zur Verständigung auf gemeinsame Kommunikationsplattformen.

Gegenseitiges Verständnis entsteht aber in erster Linie durch Begegnung. Damit die organisatorischen Maßnahmen greifen können, braucht es daher auch räumliche Veränderungen.

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der Beschäftigten könnten sich vorstellen, dass von ihrem Arbeitgeber mehr getan wird, um die Kommunikation und die Zusammenarbeit mit den Kollegen zu unterstützen.

Quelle: IBA-/bso-Studie 2013/14

Dazu gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten – und in fast jedem Unternehmen Räume, die sich attraktiver gestalten lassen.

Einige Beispiele zeigen unsere Impressionen der ORGATEC 2016 >