New Work

New Work Order

Expertenwissen

Trendforschung im Auftrag des IBA

Wer wie die Mitglieder des IBA Unternehmen bei der Gestaltung ihrer Arbeitsplätze berät, muss die Zusammenhänge verstehen und künftige Entwicklungen in seine Empfehlungen einbeziehen. Das erfordert eine fundierte Wissensbasis. Deshalb beauftragte der Verband der deutschen Büroeinrichter die Hamburger Trendforscherin Birgit Gebhardt mit einer gedanklichen Reise durch die veränderte Arbeitswelt. Birgit Gebhardt und ihr Team sichteten dafür internationale Forschungsergebnisse, machten sich auf die Suche nach Pionieren unter den deutschen Unternehmern und sprachen mit Experten über deren Sicht der Entwicklung. Hinzu kamen im Auftrag des IBA durchgeführte Telefonbefragungen von Geschäftsführern, Personalleitern und Beschäftigten. Die Ergebnisse wurden in bislang drei aufeinander aufbauenden New Work Order-Studien veröffentlicht.


New Work Order-Basisstudie

Beschreibung fehlt

Soziale Medien verändern das Verhältnis von Unternehmen und ihren Kunden. Letztere erwarten nicht nur eine individuelle Ansprache, sondern auch eine schnelle Reaktion auf ihre Fragen. Traditionelle Organisationsformen mit Entscheidungswegen über mehrere Hierarchiestufen sind dafür zu träge. Gefragt sind stattdessen direkte Vernetzungen aller Verantwortlichen in den Unternehmen. So liegt es nahe, die technischen Möglichkeiten, die Soziale Medien mitbringen, auf die interne Kommunikation zu übertragen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der ersten New Work-Order Studie, im Oktober 2012, experimentierten bereits 36 % aller deutschen Unternehmen mit diesen Wegbereitern einer neuen Arbeitskultur.


Das Büro im Wandel

Eine zentrale Frage im Rahmen der ersten New Work Order-Studie lautete, welche Rolle das Büro innerhalb einer digital vernetzten Arbeitswelt spielt. Bei der Beantwortung dieser Frage waren sich Experten und Praktiker einig: Das Büro wird auch in Zukunft gebraucht, es bekommt einen zusätzlichen Stellenwert als Raum für persönliche Begegnungen und es wird sein Erscheinungsbild radikal verändern.


Organisationen im Wandel

Beschreibung fehlt

Die erste Vertiefungsstudie (veröffentlicht im Oktober 2014) beschreibt neue Strukturen, Regeln und Lenkungsprozesse für Organisationen als Folge der Digitalisierung. Die in deutschen Unternehmen beliebteste Methode, um neue Formen der Zusammenarbeit einzuführen, ist die Projektarbeit. Wie eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag des IBA zeigte, machen jedoch viele Führungskräfte den Fehler, Projekte als zusätzliche Aufgabenstellung an ihre Beschäftigten zu vergeben, ohne die notwendigen zeitlichen, räumlichen und organisatorischen Freiräume zu schaffen. Der Erfolg bleibt so begrenzt; die Begeisterung der Beschäftigten meist auch.


Kreative Lernwelten

Beschreibung fehlt

Die im Oktober 2016 veröffentlichte zweite Vertiefungsstudie beschreibt, wie Arbeitswelten zu Lernwelten werden. Die Notwendigkeit ist offensichtlich, aber für viele Arbeitnehmer klingt lebenslanges Lernen eher nach einer Drohung als nach einem Versprechen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Lernen erinnert die meisten Menschen an die eigene Schulzeit, mit der viele Lerndruck und eine eher graue Umgebung assoziieren. Dass Lernen auch anders funktionieren kann, zeigen Beispiele aus Skandinavien. Diese werden in der jüngsten New Work Order-Studie durch Einblicke in die Art und Weise wie wir lernen und die daraus folgenden Anforderungen an das Lern- und Arbeitsumfeld ergänzt.


micro zitatbox

New Work Order

Die Bezeichnung spielt – ganz unbescheiden – mit dem Begriff der neuen Weltordnung, denn der aktuelle Strukturwandel von der Industrie- in die Netzwerkökonomie erfordert auf Unternehmensseite eine Neuordnung der gesamten Organisation.

Birgit Gebhardt, Trendforscherin