Homeoffice

Definition

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Telearbeit vs. mobiles Arbeiten

Es ist üblich, immer dann von Homeoffice zu sprechen, wenn Beschäftigte ganz oder zeitweise zu Hause arbeiten. Viel ist damit nicht gesagt. Deutlich präziser sind die Begriffe Telearbeit und mobiles Arbeiten, die die beiden unterschiedlichen Formen des Arbeitens im Homeoffice beschreiben.

Telearbeit

Wer regelmäßig im Homeoffice arbeitet, verlagert zu diesen Zeiten seinen Arbeitsplatz nach Hause. Die klassische Form des Arbeitens im Homeoffice ist daher die Telearbeit. Kennzeichnend für Telearbeit sind ­die Arbeit an einem fest eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz, eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die Arbeitszeiten und die Dauer der Einrichtung sowie die Bereitstellung und Installation der für die Arbeit benötigten Ausstattung – einschließlich des Mobiliars – durch den Arbeitgeber oder eine von ihm beauftragte Person.

Gesetzliche Regelungen zur Telearbeit

Diese finden sich in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) in Form einer Definition von Telearbeitsplätzen und darauf aufbauenden Vorgaben für die Arbeitgeber.

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„Telearbeitsplätze sind vom Arbeitgeber fest eingerichtete Bildschirmarbeitsplätze im Privatbereich der Beschäftigten, für die der Arbeitgeber eine mit den Beschäftigten vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit und die Dauer der Einrichtung festgelegt hat. Ein Telearbeitsplatz ist vom Arbeitgeber erst dann eingerichtet, wenn Arbeitgeber und Beschäftigte die Bedingungen der Telearbeit arbeitsvertraglich oder im Rahmen einer Vereinbarung festgelegt haben und die benötigte Ausstattung des Telearbeitsplatzes mit Mobiliar, Arbeitsmitteln einschließlich der Kommunikationseinrichtungen durch den Arbeitgeber oder eine von ihm beauftragte Person im Privatbereich des Beschäftigten bereitgestellt und installiert ist.”
Quelle: § 2, Absatz 7 ArbStättV

Weicht ein Arbeitsplatz im Homeoffice eines Mitarbeiters von denjenigen im Unternehmen ab, ist der Arbeitgeber nach § 1, Abs. 3 der ArbStättV dazu verpflichtet, für diesen Heimarbeitsplatz eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen und den Beschäftigten in den Gebrauch seien Hiemarbeitsplatzes einzuweisen. Beides kann durch eine vom Arbeitgeber beauftragte Person erfolgen. Wie die Verwaltungsberufsgenosschaft (VBG) in ihrem Ratgeber „Telearbeit – Gesundheit, Gestaltung, Recht” betont, darf diese Aufgabe jedoch nicht an den Nutzer des Homeoffices delegiert werden. Um nicht mit der im Grundgesetz verankerten Unverletzlichkeit der Wohnung in Konflikt zu geraten, empfielt die VBG daher, das Zugangsrecht zu den heimischen Arbeitsplätzen in einer Betriebsvereinbarung zu regeln. Eine regelmäßige Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung ist anders als bei den Arbeitsplätzen im Büro nicht verpflichtend.

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Für die Ausstattung der Arbeitsplätze gelten die in Anhang 6 der ArbstättV definierten und in den einschlägigen Technischen Regeln (ASR) konkretisierten Anforderungen. Anders ausgedrückt: An Telearbeitsplätze werden dieselben Anforderungen gestellt wie an Arbeitsplätze im Büro!

Mobiles Arbeiten

Wer nur selten über kurze Zeit zu Hause arbeitet, kann dies ggf. auch in Form mobiler Arbeit tun. Für diese gesetzlich nicht explizit geregelte Form des Arbeitens abseits des primären Arbeitsorts ist eine einfache Absprache zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausreichend.

Auch bei der Gestaltung der Arbeitsumgebung für mobiles Arbeiten gibt es größere Freiheitsgrade als bei der Telearbeit. Die ArbStättV greift hier in der Regel nicht. Völlig ungeregelt ist die Arbeit zu Hause in Form mobilen Arbeitens aber dennoch nicht. Sie unterliegt wie jede andere, beruflich bedingte Tätigkeit dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), das Arbeitgeber ganz generell zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen, zur Festlegung von Schutzmaßnahmen und zur Unterweisung der Beschäftigten verpflichtet.

So oder so?

Soll regelmäßig im Homeoffice gearbeitet werden, ist dies ein klarer Fall für Telearbeit. Das gilt auch dann, wenn sich Arbeitszeiten im Homeoffice mit solchen im gemeinsamen Büro abwechseln. Soll dagegen nur ab und an, z. B. nach einem Reisetag, noch die ein oder andere Mail bearbeitet werden, kann dies eine Form der mobilen Arbeit sein. Zur Überprüfung der Arbeitsbedingungen und die Abwehr von Gefahren für Sicherheit und Gesundheit des Arbeitnehmers ist der Arbeitgeber in jedem Fall verpflichtet.