Büroformen

Welche Büroform ist die Richtige?

Einzelbüros, Open Space, Gruppenbüro – jede Raumform hat ihre eigenen Stärken und Schwächen. Wir haben für Sie einen kurzen Überblick zusammengestellt, wofür sich die einzelnen Raumformen am besten eignen.


Zellenbüro

Beispiele Einzel- und Mehrpersonenbüros
Beispiele Einzel- und Mehrpersonenbüros Lupe_grau

„Zellenbüros sind als Einzel- oder Mehrpersonenbüros in der Regel entlang der Fassade angeordnet und über einen gemeinsamen Flur zugänglich. Mehrpersonenbüros umfassen in der Regel bis sechs Büro- oder Bildschirmarbeitsplätze.” (Definition gemäß ASR A1.2)

Einzelbüros sind besonders für Tätigkeiten geeignet, die ein hohes Maß an Vertraulichkeit oder besondere Konzentration erfordern. Mehrpersonenbüros sind optimal, wenn eine Arbeitsgruppe eng zusammenarbeitet und bei Bedarf eine schnelle, gegenseitige Vertretung möglich sein muss.


Status quo in Deutschland

Im Jahr 2015 arbeiteten 58 % aller Beschäftigten in einem Einzel- oder Zweierbüro, 28 % in kleinen Gruppenbüros für 3 – 8 Personen, 8 % in größeren Gruppenbüros für bis zu 24 Personen und 5 % in Open Spaces oder Großraumbüros.

Quelle: IBA-/bso-Studie 2015


Gruppenbüro

Gruppenbüro mit Mehrpersonen- und Einzelbüros
Gruppenbüro mit Mehrpersonen- und Einzelbüros Lupe_grau

Gruppenbüros sind für die Einrichtung von in der Regel bis zu 25 Büro- oder Bildschirmarbeitsplätzen vorgesehene fensternahe Raumeinheiten, die mit Stellwänden oder flexiblen Raumgliederungssystemen deutlich voneinander abgegrenzt werden.” (Definition gemäß ASR A1.2)

Wie die Mehrpersonenbüros sind auch die Gruppenbüros ideal, wenn Teams eng zusammenarbeiten und die gegenseitige Vertretung eine wichtige Rolle spielt. Für individuelles, konzentriertes Arbeiten sind diese Räume dagegen weniger geeignet.


Kombibüro

Kombibüro mit Einzel- und Zweierzellen
Kombibüro mit Einzel- und Zweierzellen Lupe_grau

Kombibüros sind in der Regel Kombinationen aus Zellenbüro und Großraumbüro. Die ‘Arbeitskojen’ sind in der Regel mit je einem Beschäftigten besetzt, um einen Gemeinschaftsraum mit Besprechungsecken, Registraturen, Serviceeinrichtungen, Teeküchen u. a. gruppiert und durch Glaswände und -türen mit dem Gemeinschaftsraum verbunden.” (Definition gemäß ASR A1.2)

Kombibüros eignen sich besonders für Unternehmen, in denen ein großer Teil der Tätigkeiten in konzentrierter Einzelarbeit erfolgt, die aber auch viel Platz für (spontane) Kommunikation benötigen.


Falls Sie erwägen, mehrere kleine Räume zu einer größeren Büroeinheit zusammenzufassen, sollten Sie nicht nur auf die Statik des Gebäudes, sondern auch auf die Raumhöhen achten. Folgende Raumhöhen sind einzuhalten:

  • bei bis zu 50 m² Grundfläche mindestens 2,50 m
  • bei mehr als 50 m² mindestens 2,75 m
  • bei mehr als 100 m² mindestens 3,00 m
  • bei mehr als 2.000 m² mindestens 3,25 m

Quelle: ASR A1.2. Mehr Informationen zu dieser Technischen Regel finden Sie im Kapitel Flächenplanung.


Großraumbüro

Großraumbüro mit Besprechungsraum und Kommunikationszonen
Großraumbüro mit Besprechungsraum und Kommunikationszonen Lupe_grau

Großraumbüros sind organisatorische und räumliche Zusammenfassungen von Büro- oder Bildschirmarbeitsplätzen auf einer 400 m² oder mehr umfassenden Grundfläche, die mit Stellwänden gegliedert sein können.” (Definition gemäß ASR A1.2)

Großraumbüros eignen sich besonders für Unternehmen mit einer hohen organisatorischen Veränderungsdynamik.


Open Space

Weitere Beispiele siehe Expertenseiten
Weitere Beispiele siehe Expertenseiten Lupe_grau

Offene Bürolandschaften (Open Space) sind keine eigenständige Raumform, sondern eine Kombination verschiedener Büroformen. Sie kombinieren unterschiedliche Arbeits- und Kommunikationszonen und ermöglichen den Beschäftigten somit, sich jeweils für den Arbeits- oder Aufenthaltsbereich zu entscheiden, der das beste Umfeld für die aktuellen Tätigkeiten darstellt.


infobox

Arbeiten in Bürolandschaften wird häufig mit non-territorialem Arbeiten kombiniert. Das bedeutet, dass alle oder ein Teil der Beschäftigten auf einen fest zugewiesenen Arbeitsplatz verzichten. Der Vorteil für den Arbeitgeber besteht darin, dass er weniger Arbeitsplätze zur Verfügung stellen muss, weil Leerstände infolge von Dienstreisen, Teilnahme an Besprechungen oder Urlaub verringert werden. Der Vorteil für die Beschäftigten liegt in der Möglichkeit, die frei werdende Fläche für eine abwechslungsreiche Gestaltung des Arbeitsumfeldes zu nutzen.