01.12.2021
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Gute Gründe für hybrides Arbeiten 

und warum es das Arbeitsmodell der Zukunft ist

In den letzten Monaten hat eine Transformation von Arbeit und Arbeitsformen stattgefunden. Hybrides Arbeiten hat sich vielerorts etabliert. Der Begriff Hybride Arbeit meint die Kombination von Präsenzarbeit im klassischen Büro mit mobiler Arbeit, die im Homeoffice, aber auch an anderen bevorzugten Orten stattfinden kann, einschließlich der damit in der Regel stattfindenden rein digitalen oder hybriden Formen der Kommunikation und Kollaboration. Mehrere gute Gründe sprechen für diese Arbeitsform.


1. Hybrides Arbeiten verbindet die Vorteile von Büroarbeit und Homeoffice
Wie der „2021 Work Trend Index“ von Microsoft zeigt, wollen fast drei Viertel der über 30.000 weltweit befragten Personen auch nach der Pandemie mobil arbeiten. Gleichzeitig ist die Sehnsucht nach der Rückkehr ins Büro groß: 67 Prozent vermissen das gemeinschaftliche Arbeiten laut Microsoft-Studie. Das Arbeitsmodell, das beide Bedürfnisse perfekt verbindet, ist hybrides Arbeiten. Eine Arbeitsform, die den kollegialen Austausch und die Büroräumlichkeiten mit der Flexibilität eines Homeoffice verbindet und damit eine attraktive Arbeitsform darstellt, die das Beste aus beiden Welten vereint: soziale Kontakte und Face-to-face-Zusammenarbeit auf der einen Seite, Flexibilität und Freiraum auf der anderen Seite.


2. Flexibilität und Selbstbestimmung führen zu hoher Produktivität und einer gesteigerten Beliebtheit hybriden Arbeitens
Dass die Produktivität und Qualität der Arbeitsergebnisse nicht oder nur in Ausnahmefällen leidet, haben wir in den Pandemiemonaten gemerkt. So stellte eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) im Sommer 2020 fest, dass der Wechsel zwischen verschiedenen (Arbeits-)Plätzen zu positiven Arbeitsergebnissen führt. Damit hat flexible Arbeit einen Schub erhalten und viele neue Anhänger gefunden. Laut einer Umfrage unter 1.780 berufstätigen LinkedIn-Mitgliedern in Deutschland vom Herbst 2021, dem LinkedIn-Berufstätigen-Stimmungsindex, gehen mehr als 40 Prozent der Befragten davon aus, dass sich Arbeit künftig aus einem Wechsel zwischen Präsenz im Unternehmen sowie Homeoffice zusammensetzt. Die Befragung zeigt weiter, dass sich nur wenige Mitarbeiter vorstellen können, zukünftig ausschließlich vor Ort im Unternehmen zu arbeiten, wie es früher die Regel war. Es ist schon lange deutlich, dass sich Beschäftigte mehr Flexibilität und Selbstbestimmung über die eigenen Arbeitszeiten und den Arbeitsort wünschen. Hierzu kann hybrides Arbeiten beitragen.


3. Hybrides Arbeiten als Faktor für Arbeitgeberattraktivität und Mitarbeiterzufriedenheit
Um als Unternehmen beim Werben um die besten Talente attraktiv zu sein, muss Arbeit flexibel gestaltet werden und sich den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter anpassen. Beschäftigte wollen immer freier entscheiden können, wann und an welchem Ort sie am besten arbeiten können, um die gewünschten Arbeitsergebnisse zu erzielen. Das bestätigen die Ergebnisse der „Hybrid HR“-Studie. Räumliche und zeitliche Flexibilität sind neben der Unternehmenskultur und der Work-Life-Balance wichtige Faktoren für die Attraktivität eines Unternehmens. Im Wettbewerb um kluge Köpfe ziehen Bewerber diejenigen Unternehmen in die engere Wahl, die sich modernen Arbeitsmethoden gegenüber öffnen und bereit sind, mit ihren Mitarbeitern über räumliche Distanzen hinweg auch in neuen Arbeitsformen zusammenzuarbeiten.


4. Die technologische Basis ist bereits gelegt
Die Corona-Pandemie hat zu einer Disruption der Arbeitswelt geführt. Die notwendige Technik für mobiles Arbeiten gehört mittlerweile vielerorts zum Standard, der digitale Fortschritt hat Einzug gehalten. Die Zahl der Personen, die gleichzeitig an Dokumenten arbeiten, hat sich um mehr als das Doppelte erhöht. Die Pandemie hat Technik und Digitalisierung in die Unternehmen gebracht und damit neuen Formen der Zusammenarbeit den Weg geebnet. Eine Ausgangsposition, für die hybrides Arbeiten geradezu prädestiniert ist.


Flexible Arbeit hat das Zeug dazu, das neue Normal zu werden. Menschen brauchen Umgebungen, die dazu geeignet sind, sie als Nutzer in unterschiedliche Arbeitsmodi zu versetzen (New-Work-Order-Studie von Birgit Gebhardt und Florian Häupl). Hybrides Arbeiten bietet noch mehr. Eine höhere Attraktivität als Arbeitgeber, zufriedenere Mitarbeiter, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie mehr Flexibilität und Selbstbestimmung für Beschäftigte sind weitere gute Gründe, die für hybrides Arbeiten sprechen.